Beispiel:

Nehmen wir einmal an, an eine Endstufe mit 100 W Ausgangsleistung soll eine 8-Ofirri-Lautsprecherbox angeschlossen werden. Die Kabellänge beträgt 225 m bei einem Querschnitt von 1 mm⊃2; (Diese Werte sind frei gewählt und ergeben in der Modellrechnung leicht nachvollziehbare Werte).

Der Widerstand errechnet sich folgendermaßen:


R = I / (k x A)

R (Ohm) = der Widerstand
I (m) = gesamte Leitungslänge der Einzeladern
K = spezifische Leitfähigkeit (kappa), dieser
Wert liegt für Kupfer bei 56
A (mm⊃2;) = Querschnitt der Leitung



R = I / (k x A) = 450 m / ( 56 x 1 mm⊃2;) = 8 Ohm Leitungswiderstand

Der Verstärker liefert bei 100 W an 8 Ohm folgende Ausgangswerte:
Ausgangsspannung = 28,3 V
Ausgangsstrom = 3,53 A
Der Gesamtwiderstand setzt sich damit aus 8 Ohm für die Lautsprecherbox und 8 Ohm für das Lautsprecherkabel zusammen.
Dies bedeutet, daß sich die Anschlußimpedanz am Verstärker verdoppelt und damit der Ausgangsstrom halbiert.
Da in unserem Beispiel der Leitungswiderstand und die Lautsprecherimpedanz gleich groß sind, steht gleichzeitig am Lautsprecher nur noch die halbe Spannung zur Verfügung. Dadurch kommen am Lautsprecher nur noch 25 W oder 25% der möglichen Verstärkerleistung an. Durch die Verwendung von Leitungen mit einem Querschnitt von 4 mm2 kann dieser Wert zwar auf 44 % angehoben werden, jedoch scheidet dies in der Regel aus Kostengründen aus.
Wird nun ein 100-V-System verwendet, ändert sich die Leistungsausbeute erheblich.
Bei 100 W Ausgangsleistung beträgt die schlußimpedanz des Lautsprechersystems 100 Ohm. Der Leitungwiderstand bleibt bei 8 Ohm, er hat nun im Verhältnis zur Lautsprecherimpedanz einen viel geringeren Einfluß auf den Gesamtwiderstand.